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Wissensmanagement und E-Learning unter Bildungsperspektive

Das Salz in der Suppe? Medien, PR und ihre Wirkungen auf unterschiedliche Rezipienten

Editorial

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Krisenzeit ist Kommunikationszeit. Dieses Axiom ist so alt wie die PR-Branche selbst. Gerade in der Krise ist der Informations- und Kommunikationsbedarf enorm groß: Mitarbeiter wollen wissen, wie es mit ihrem Unternehmen weitergehen soll. Kunden und Lieferanten wollen wissen, ob die Geschäftsbeziehung noch stabil ist. Die Politik will wissen, was aus den Subventionen wurde und die Gesellschaft will wissen, was aus den Werten (sowohl monetär als auch moralisch) wird, die gemeinsam geschaffen wurden.

Trotzdem ist auch in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise wieder jenes Phänomen zu beobachten, das in jeder Krise aufs Neue virulent wird. PR steht auf dem Prüfstand. Intern, aber auch in der Diskussion mit Kunden und Agenturen wird gefragt: Brauchen wir das? Ist das nicht zu teuer? Können wir das sparen? Ja, wirkt denn PR überhaupt? Für den PR-Schaffenden, ganz gleich ob im Unternehmen, in Non-Profit-Einrichtungen oder in der Politik ist das die Gretchenfrage, denn die Beweisführung für PR-Wirkung ist mehr als diffizil. Zwar gibt es Mittel der empirischen Sozialforschung, doch diese sind langwierig, in ihren Aussagen oft uneindeutig und vor allem unverhältnismäßig teuer. Die Konsequenz ist: Der Erfolg von PR-Maßnahmen wird sehr häufig allein auf einen Wert reduziert: das Presseclipping. Dass dieser Benchmark alleine – besonders in Zeiten, in denen das Internet zum Leitmedium wird – nicht mehr zielführend ist, liegt auf der Hand.

Umsomehr muss man sich die kritischen Erfolgsfaktoren für erfolgreiche und effiziente PR ansehen. Wie ist das Verhältnis zwischen Kunde und Agentur und wie kann es effizienter gestaltet werden? Was sind die besonderen Feinheiten von Non-Profit-PR? Wie organisieren Journalisten ihr Wissen und wie kann PR hier helfend beisteuern? Wie verändert das Internet die direkte Ansprache von Zielgruppen?

Fragen über Fragen, zweifelsohne. Dennoch helfen all diese Themen PR-Praktikern, ihre Maßnahmen und ihr strategisches Handeln so zu optimieren, dass ihnen eine wirkungsvolle und effiziente PR-Arbeit möglich(er) ist. Nachzulesen sind neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu all diesen Themenkomplexen in dieser Ausgabe von w.e.b.Square. Vielleicht hilft es Ihnen nicht dabei, in der Krise harte Fakten für die Wirkung von PR mit in den Kampf um’s Budget zu nehmen. Aber eine hervorragende Diskussions- und Argumentationsgrundlage habe Sie damit allemal. Genug um getrost sagen zu können: PR wirkt!

Ranner, F. (2009). Das Salz in der Suppe? Medien, PR und ihre Wirkungen auf unterschiedliche Rezipienten. Editorial. w.e.b.Square, 02/2009. URL: http://websquare.imb-uni-augsburg.de/2009-02/1.

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